Tag der Katastrophenvorbeugung

Die vergangenen Unwetter im Frühjahr 2016 zeigen, dass Großschadenslagen und Katastrophen auch in der heutigen Zeit auf keinen Fall ausgeschlossen werden können. Hierbei muss es sich nicht immer um Ereignisse handeln, bei denen eine großflächige Verwüstung auftritt, sondern z.B. auch ein längerer Stromausfall kann das alltägliche Leben schon stark beeinträchtigen. Der Katastrophenschutz in Deutschland ist natürlich auf verschiedenste Szenarien vorbereitet, jedoch kann im Fall der Fälle nicht überall sofort die benötigte Hilfe vor Ort sein.
Umso wichtiger ist, dass die Bürgerinnen und Bürger schon für solche Ereignisse selbst vorsorgen und entsprechende Maßnahmen treffen. Bei dem Beispiel des längeren Stromausfalls bedeutet dies, dass z.B. nicht nur die elektrische Beleuchtung ausfällt, sondern auch Küchen oder Geldautomaten nicht mehr funktionieren. Um in solchen möglichen Ausnahmesituationen nicht hilflos zu sein, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einen Ratgeber „Notfallvorsorge und richtiges Verhalten im Notfall“ veröffentlicht, der Hinweise und Informationen enthält, wie man sich persönlich auf verschiedene mögliche Schadensereignisse vorbereiten kann. Eine Selbsthilfe der Bürgerinnen und Bürger ist wichtig, um die Zeit bis zum Eintreffen organisierter professioneller Hilfe ausreichend überbrücken zu können. So enthält der Ratgeber für verschiedenste Themen (z.B. Feuer, CBRN-Gefahrstoffe, Unwetter) Verhaltenshinweise und Checklisten zur Vorbereitung. Ein weiterer Punkt ist auch die Warnung der Bevölkerung. Um im Schadensfall schnell gewarnt zu werden, können Sirenen, Funk- und Fernsehen aber auch die App NINA eingesetzt werden, wobei die Ansagen beachetet und befolgt werden sollten.
Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite des BBK unter Vorsorge & Selbsthilfe.

Hello world!

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Einsatz 65/2014: Unklares Feuer

 

Einsatzstichwort: Unklares Feuer

Datum: 15.08.2014

 

 

Der ABC-Erkundungskraftwagen 1 wurde am Freitagmittag um 11:40 Uhr als Redundanz zum Gerätewagen-Mess der Berufsfeuerwehr nach Cronenberg in die Kuchhausener Straße alarmiert. An der Einsatzstelle wurde durch den C-Dienst der Berufsfeuerwehr ein Kamin als Entstehungsquelle hergeleitet.

Der Umweltschutzzug musste nicht mehr ausrücken.

 

 

Eingesetzte Fahrzeuge: Keine

 

Umweltschutzzug bei Wuppertal 24h Live

Am 13. September heißt es auf dem Willy-Brand-Platz vor der Rathaus Galerie wieder „Wasser Marsch!“. Im Rahmen der Aktion Wuppertal 24h Live präsentiert sich der Umweltschutzzug mitsamt seiner technischen Ausstattung und lädt alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler zum Austausch und Staunen ein. „Feuerwehr erleben“ heißt das diesjährige Motto. High-Tech Messgeräte können unter Anleitung ausprobiert werden, ein Messfahrzeug mit umfangreicher Ausstattung für Einsätze bei atomaren oder chemischen Einsätzen wird ausführlich vorgestellt genauso wie die Sonderausstattung des Landes NRW, welche der Umweltschutzzug zum Einsatz bringt. Auch die Kinder sollen an diesem Tag nicht zu kurz kommen. Die Jugendfeuerwehr bietet zahlreiche Spiele aus dem Feuerwehrbereich an, sei es das klassische „Feuer“ an der Spritzwand zu bekämpfen oder der Versuch, ein Leck geschlagenes Fass mit „Chemikalien“ abzudichten. Für Abwechslung ist ausreichend gesorgt.

Alle wichtigen Informationen auf einen Blick:

Wann?

Samstag, 13. September 2014 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr 

Wo?

Willy-Brandt-Platz (vor der Rathaus Galerie)  

Was? 

– Ausstellung der Feuerwehrfahrzeuge  

– Präsentation von Messgeräten und spezieller Schutzausrüstung für atomare, biologische und chemische Gefahren

– spannende Spiele für Kinder: „Chemiefass abdichten“, „Feuerlöschen an der Spritzwand“

Wupp 24

 

Zur Website des Veranstalters gelangen Sie,  wenn Sie auf das Logo „24h live“ klicken.

 © Logo „Wupp 24“ by Wupp 24

Einsatz 59/2014: Unklares Feuer

 

Einsatzstichwort: Unklares Feuer

Datum: 19.07.2014

 

 

Der ABC-Erkundungskraftwagen 1 wurde am Samstagabend um 20:26 Uhr als Redundanz zum Gerätewagen-Mess der Berufsfeuerwehr zu einer unklaren Rauchentwicklung aus einem Gebäude in die Straße Unterkohlenfurt 23 alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass es sich um einen Grill auf einen Balkon handelte. Der Umweltschutzzug sowie die anderen Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr mussten nicht weiter tätig werden.

 

 

Eingesetzte Fahrzeuge:  ABC-Erkundungskraftwagen 1

 

Neue Website = neuer interner Bereich

Nicht wegklicken – erst lesen!!!

Hallo,

schön das du dich in unserem neuen „internen Bereich“ das erste Mal angemeldet hast.

Auf der linken Seite siehst du ein neues Menü (Einträge: „Mein Profil“, „Mitgliederübersicht“ etc.). Dieses Menü sieht man nur, wenn man eingeloggt ist. Nach einem Klick auf „Ausloggen“ bist du wieder draußen und siehst nur noch den öffentlichen Teil.

Unter dem Menüeintrag „Mein Profil“ kannst du dein Profil und auch dein Passwort ändern.

Um Informationen und Dateien auszutauschen gibt es nun ein Forum. Die Idee dahinter ist eine einfachere / vertrautere Handhabung sowie ein geringerer Administrationsaufwand – also bitte nicht unnötig vollspammen.

Die bekannte „Anwesenheitsliste“ gibt es derzeit leider noch nicht für die Joomla 2.5 (die Software hinter dem hier allem). Nach Rücksprache mit dem zuständigen Programmierer dürfen wir aber darauf Hoffen, das es im März wieder eine solche Liste hier geben wird. Bis dahin ist eine Abwesenheiten natürlich nicht möglich 😉

So und nun viel Spaß in unserem neuen internen Bereich 

Gruß
Tobi

Neuer interner Bereich

Im internen Bereich gibt es einige Neuerungen. Hierzu zählen ein eigenes Profil, ein neu organisiertes schwarzes Brett, sowie ein Dokumenten-Server. 

Die Liste in die ihr eure Verfügbarkeit eintragen könnt, ist derzeit leider noch nicht für die aktuelle Joomla-Version verfügbar. Nach Rücksprache mit dem Entwickler sollte dies aber in den nächsten 2-3 Monaten soweit sein. In der Übergangszeit ist eine Abwesenheit nicht möglich! 🙂

Die Ausbildung in der Umweltschutzzug / ABC-Dienst: Doppelausbildung – Doppelbelastung

Die Umweltschutzeinheit – ABC-Dienst bildet in Wuppertal mit über 40 Feuerwehrmännern eine der personell größten Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Früher stand alleine die Ausbildung als Fachdienst im Katastrophenschutz im Vordergrund. Durch den Wandel der Aufgaben und die vermehrte Einbindung in das Einsatzgeschehen der Feuerwehr Wuppertal (z.B. Löschwasserrückhaltung, Umweltschutz) hat sich der Ausbildungsschwerpunkt immer mehr von ABC-Themen zu Feuerwehrthemen entwickelt. Dies bedeutet, dass heute alle Angehörigen dieser Einheit sowohl als Feuerwehrmänner als auch für ihre Aufgaben im ABC-Zug ausgebildet sind. Vom „untersten Mann“ bis zur „obersten Führungskraft“ wird eine zweifache Ausbildung (Feuerwehr- und ABC-Laufbahn) absolviert. Eine solche zweigleisige Qualifikation ist aber auch eine doppelte Belastung; schließlich muss jeder seiner Funktion entsprechen auf beiden Gebieten „fit“ sein.

In den nachfolgenden Abschnitten soll der Ablauf und die Inhalte der doppelten Ausbildung beschrieben werden. Nicht nur organisatorisch, sondern auch inhaltlich hat sich einiges verändert; dieser Wandel vom Früher zum Heute soll ebenfalls erläutert werden.

Es war einmal…

… Die Ausbildungsgruppe des ABC-Dienstes

Jedes neue Mitglied trat nach einem Bewerbungsgespräch und entsprechender Eignung in die Ausbildungsgruppe des ABC-Dienstes ein. Innerhalb dieser 10-15 Mann starken Gruppe absolvierte jeder, ABC-Anwärter genannt, eine 2-jährige ABC-Grundausbildung, die mit einer Prüfung abschloss.

Nach Vorgabe eines Musterausbildungsplanes des Bundes wurden alle ABC-Anwärter im 14-tägigen Rhythmus jeweils zwei Stunden durch eigene Ausbilder des ABC-Dienstes theoretisch und praktisch unterrichtet. Die Ausbildungsinhalte erstreckten sich z.B. über die nachfolgend aufgeführten Themen:

  • Aufgaben und Gliederung des ABC-Zuges
  • Arten und Wirkungen von Kernwaffen, biologische und chemischen Kampfstoffen
  • Grundbegriffe und Berechnungen im Strahlenschutz
  • Umgang mit Strahlenmess- und Nachweisgeräten
  • Umgang mit Prüfröhrchen und Spürkasten
  • Erkundungs- und Dekontaminationsabläufe
  • Einsatzübungen mit Schutzkleidung und technischem Gerät

 

Zeitgleich zur ABC-Grundausbildung musste jeder ABC-Anwärter, wie alle Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, auch die Feuerwehr-Grundausbildung (TM 1) absolvieren. Daran schloss sich die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger an.
 
Zum Ende der zweijährigen ABC-Grundausbildung wurde das gesamte Wissen eines ABC-Anwärters in einer umfangreichen Prüfung beurteilt. Einem schriftlichem Test und einem Fachvortrag mit vorgegebenem Thema schloss sich eine praktische Einsatzübung im Gelände an. Nach bestandener Prüfung wurde jeder Prüfling zum ABC-Helfer ernannt und bekam das Fachdienstabzeichen verliehen. Mit der Versetzung in den Zug bedeutete dies zugleich, dass er den Standort der Ausbildungsgruppe im Gerätehaus „Am Brögel“ verlassen musste. Seine neue Unterkunft fand er nun im Katastrophenschutzzentrum „Am Dornloh“, wo der ABC-Zug und die gesamte Fachdienstausstattung stationiert waren.

 
Der ABC-Zug

Innerhalb des Zuges, der eigentlichen taktische Einheit des ABC-Dienstes wurde das theoretische und praktische Wissen des Helfers vertieft und vor allem in die Praxis umgesetzt. Hierzu zählte insbesondere der praktische Umgang mit den Fahrzeugen (Dekontamination-Merzweckfahrzeug, Erkundungswagen und Zugtruppfahrzeug) und Geräten (Hochdruckreiniger, Heißwasser-Dekontaminations-Anlage und Duschanlage mit Warmwasserbereitung).
 
Je nach Neigung und Eignung konnten weiterführende Lehrgänge, wie Maschinisten, Sprechfunker und Führungslehrgänge, an den Katastrophenschutzschulen des Landes (in Wesel) oder des Bundes (in Bad Neuenahr-Ahrweiler) besucht werden. Weiterführende Feuerwehrlehrgänge wurde bis dato nicht absolviert. Auf Grund der ABC-Grundausbildung war die Teilnahme am TM 2 freigestellt.
 
Mit Abschluss der ABC-Grundausbildung konnte jeder Helfer zum Oberfeuerwehrmann befördert werden. Wenn weiterführende Lehrgänge, wie z.B. der ABC-Gruppenführer absolviert wurden, so wurde der Dienstgrad „Brandmeister“ verliehen.

Die Neustrukturierung der Ausbildung

Im Jahre 1989 fanden erste Gespräche mit der Berufsfeuerwehr statt, um das im ABC-Dienst vorhandene Potential für „Alltagseinsätze“ der Feuerwehr besser zu nutzen. Zeitgleich zur Einbindung in die Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) der Feuerwehr wurde ein 18 Jahre altes LF 8 in Eigenarbeit zum GW-ABC umgebaut und Ende 1990 fertiggestellt.

Die Integration in das Einsatzgeschehen brachte nunmehr die Möglichkeit, das in der Ausbildung erworbene Fachwissen umzusetzen. Während andere Themen immer mehr in den Hintergund traten („Atomwaffen“,…), so standen nunmehr Themen des Umweltschutzes („Ölspurbeseitigung“,…) im Vordergrund.

Anfangs war der Ausrückebereich für solche Ölspureinsätze nur auf die Innenstadtbereiche Elberfeld und Barmen festgelegt worden. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Einsätze im gesamten Stadtgebiet gefahren, wobei die Ausrüstung des ABC-Dienste, wie z.B. der Hochdruckreiniger, vermehrt angefordert und eingesetzt wurde.

Die originären Aufgaben der Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung, wie sie von allen Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal durchgeführt werden, wurden vom ABC-Dienst nicht wahrgenommen. Der Schwerpunkt lag immer auf dem Gebiet des Umweltschutzes.

Diese Spezialisierung der Einheit war sicherlich auch der Grund dafür, dass die Einheit mit der Aufgabe der Löschwasserrückhaltung für das gesamte Stadtgebiet beauftragt wurde. Ein entsprechendes Löschwasserrückhaltesystem wurde auf Grund der gesetzlichen Vorschriften und Wuppertaler Gegebenheiten (getrenntes Kanalsystem) von der Feuerwehr beschafft und mit Wirkung des 1. Januars 1992 bei der Einheit stationiert und in Dienst gestellt. Als provisorisches Einsatzfahrzeug diente ein 16 Jahre altes LF 8, das später von der Berufsfeuerwehr hierfür umgebaut wurde und seit 1993 als GW-LWR (Gerätewagen Löschwasserrückhaltung) eingesetzt wird.

Durch den Einsatz der Löscheinheit bei der Brandbekämpfung ist es für diese aus organisatorischen und personellen Gründen unmöglich, eine effektive Löschwasserrückhaltung zeitgleich aufzubauen. Der ABC-Dienst kann sich dieser Aufgaben von Anfang an voll widmen, da er nicht zur Brandbekämpfung eingesetzt wird.

Diese Spezialisierung auf Umweltschutzeinsätze, wie Ölspurbeseitigung und Löschwasserrückhaltung, führte zur Umbenennung der Einheit in die neue Bezeichnung „Umweltschutzeinheit – ABC-Dienst“.

Kontinuierlich wurde auch die Ausbildung diesem Geschehen angepasst, so dass sich heute die Ausbildungsinhalte über folgende Bereiche erstreckt:

  • Löschwasserrückhaltung
  • Ölschadensbekämpfung
  • Schutzkleidung und Ausrüstung für Strahlenschutz- und Gefahrguteinsätze
  • Mess- und Nachweisgeräte für Strahlenschutz- und Gefahrguteinsätze
  • Kennzeichnung gefährlicher Stoffe und Güter
  • Dekontaminationen von Einsatzkräften, Schutzkleidung und Ausrüstung
  • allgemeines taktisches Wissen
  • Gliederung und Einsatzaufgaben eines ABC-Zuges

Die drei Ausbilder der Einheit waren somit ständig gefordert, neue Themen für die Ausbildung zu gestalten. Für viele Themen gab und gibt es bis heute keine entsprechenden Ausbildungsmittel (Literatur, Folien, Dias), auf die zurückgegriffen werden konnte. Eine solche Unterrichtsvorbereitung nimmt oftmals ein bis zwei ganze Tage in Anspruch. Dabei werden für jeden theoretischen Unterricht Folien entworfen, erstellt und kopiert. Mit der Zeit entstanden 1.500 Folien aus eigener Produktion, auf die nun zurückgegriffen werden kann.

Als Beispiel möge an dieser Stelle das Thema „Löschwasserrückhaltung“ aufgeführt werden. Außer der Vertreterrepäsentation auf dem Hof der Feuerwache 1 und dem Herstellervideo existieren keine Hilfsmittel für eine Unterrichtsvorbereiung und -gestaltung. Nach welchen Vorgaben und Richtlinien sollte man nun ausbilden, wenn Lehrinhalte, wie sie in der FwDV 2/2, in GSGS-1 und Strahlenschutz-1 aufgeführt sind, nicht existieren? Anhand von theoretischen Überlegungen (Planspiel), Übungen und Erfahrungen aus Einsätzen wird allmählich eine Struktur für die Ausbildung und für den Ablauf im Einsatz erarbeitet und in einer Richtlinie festgelegt. Intern wird diese als„FwDV 15: Die Gruppe im Einsatz der Löschwasserrückhaltung“ bezeichnet.

Seit Anfang 1995 unterstützen die Gruppenführer des Zuges und einige andere Kameraden die bisherigen Ausbilder. Innerhalb dieser zwölfköpfigen Gruppe werden die Ausbildungsthemen geplant, die während der Dienstabende im 14-tägigen Rhythmus für ca. 2-3 Stunden und an den vier eintägigen Samstagsübungen im Mittelpunkt stehen.

Die Trennung „Zug“ und „Ausbildungsgruppe“ existiert seit 1991 nicht mehr. Die gesamt Einheit, vom ABC-Anwärter bis zum -Zugführer, wird seitdem an den Dienstagsabenden gemeinsam ausgebildet. Durch die größere Zahl von Ausbildern ist es nunmehr möglich, dass bei einer Stationsausbildung die jeweiligen Gruppen klein gehalten werden. Neben einer persönlichen und zeitlichen Entlastung des einzelnen Ausbilders, wird auch die Qualität der Ausbildung erhöht.

Die Weiterbildung der ABC-Helfer wird auch durch Lehrgänge ermöglicht, die in der Regel an der Katastrophenschutzschule stattfinden. Die Teilnahme am TM 2-Lehrgang ist erst seit 1989 Pflicht. Weiterführende Feuerwehrlehrgänge (TF-Lehrgang) konnten erst seit 1991 wahrgenommen werden, da diese Lehrgänge den anderen Löscheinheiten vorbehalten waren. Bis dahin wurden die Einsatzkräfte über Jahre hinweg von ABC-Führungskräften geführt.

Da im ABC- bzw. Feuerwehrbereich die Führungsstrukturen gleich sind, aber die Lehrgangsinhalte z.T. variieren, erreichen beide Gruppenführer eine ähnlich Qualifikation für ihre Aufgabe. Während den Absolventen eines F-III- bzw. F-IV-Lehrganges der entsprechende Dienstgrad verliehen wird, so sind die Absolventen eines ABC-Gruppen- bzw. -Zugführer-Lehrganges seit einigen Jahren von dieser Regelung ausgeschlossen. Die ABC-Qualifikation bzw. -Funktion ist heute anhand des Dienstgrade nicht mehr erkennbar. Somit kann heute ein ABC-Zugführer den Dienstgrad „Oberfeuerwehrmann“ haben und bei Einsätzen der Umweltschutzeinheit die Einsatzführung seiner Kräfte übernehmen.

Nach Schließung der Katastrophenschutzschule des Landes in Wesel können nur noch in Heyrothsberge weiterführende ABC-Lehrgänge besucht werden (bis ca. Ende 1997). Da der Bund mit seiner Neustrukturierung des Katastrophenschutzes bisher keine Ausbildungsrichtlinien für die geplante ABC-Komponenten vorgelegt hat, ist hier die Einheit gefordert, dieses Manko durch die Festlegung von Ausbildungsinhalten und durch die eigene Ausbildung abzufangen.

Der ABC-Zug, welcher zukünftig aus sog. ABC-Komponenten besteht, ist weiterhin Teil des Katastrophenschutzes. Obwohl Ausstattung der einzelnen Komponenten in Zukunft immer besser für Feuerwehreinsätze geeignet ist, so wird weiterhin durch die Aufgaben und die Ausstattung der Komponenten eine spezielle Ausbildung erforderlich sein. Auch zukünftig wird in dieser Einheit die doppelte Ausbildung (Feuerwehr und ABC-Wesen) notwendig sein und durchgeführt werden.

Für die Aufgaben im Einsatzgeschehen der Feuerwehr Wuppertal (Umweltschutzeinsätze) sind u.a. zukünftig die Ausbildungslehrgänge „ABC-Einsatz“ und „ABC-Erkunder“ für alle Mitglieder anzustreben; der Besuch entsprechender Lehrgänge für Führungskräfte sollte möglich sein.

Ungeachtet der zukünftigen Entwicklungen verfügt die Feuerwehr Wuppertal bereits heute über eine personell starke Sondereinheit der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal.

Der ABC-Dienst etabliert sich als Einheit der FF (1986-1996)

Im Laufe der Zeit wurde der ABC-Dienst mit den ersten Funkmeldeempfängern (FME) aufgerüstet, allerdings nur für die Führungskräfte. Zu Beginn des Jahres 1986 wurde die kommunale Alarmbereitschaft des ABC-Dienstes ins Leben gerufen. Dies bedeutete, dass jeweils eine Gruppe am Samstag von 08.00 – 13.00 Uhr die Fahrzeuge besetzen sollte; alarmiert wurden sie jedoch nie.

Plötzlich und unerwartet verstarb am 9. März 1986 der erste Einheitsführer Horst Karrenberg; sein Amt wurde vom damaligen Zugführer Manfred Landau übernommen.

Ein Ereignis in der Nacht vom 25. auf den 26. April im fernen Russland, genauer gesagt in Tschernobyl, hatte ganz gewaltige Auswirkungen auf den ABC-Dienst. Wer meint, dies sei unsere Stunde gewesen, der irrt sich. Gemäß der Aufgabenbeschreibung ist der ABC-Dienst genau für eine solche Situation ausgebildet und auch ausgerüstet. Aus unerklärlichen Gründen wurde der Wuppertaler ABC-Dienst jedoch nicht für eine einzige Messung oder sonstige Tätigkeit eingesetzt. Es wurden vielmehr die Messgeräte mit der Begründung entzogen, dass sie überprüft werden müssten. Der ABC-Dienst wurde seiner Messgeräte beraubt und somit zum Nichtstun verurteilt.

Auf Grund dieser Tatsache zog die Führung ihre Konsequenzen. Sie trat geschlossen Ende 1986 zurück und die meisten von ihnen traten auch aus der Feuerwehr Wuppertal aus. Durch den Rücktritt der Führung musste ein neuer Einheitsführer und Zugführer bestellt werden. Dies geschah an der Jahreshauptversammlung im Dezember 1986. Zum Einheitsführer wurde Gero Leuther und zum Zugführer Michael Hesse ernannt. Der scheidende Einheitsführer Manfred Landau erhielt für seine Verdienste um die Einheit das Feuerwehr Ehrenkreuz.

Im Sommer 1989 trat der Einheitsführer Gero Leuther aus beruflichen Gründen zurück und Manfred Landau übernahm wieder die Einheitsführung. Ende 1989 trat der Zugführer Michael Hesse ebenfalls aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück und Charles Hofer wurde zum neuen Zugführer und stellvertretenden Einheitsführer bestimmt.

In der folgenden Zeit galt es, den ABC-Dienst bei der Berufsfeuerwehr bekannter zu machen. Einige Kameraden unternahmen eine „Promotion-Tour“ auf allen Wachabteilungen der Berufsfeuerwehr in Elberfeld und Barmen, wo die Einsatzmöglichkeiten des ABC-Dienstes praktisch vorgestellt wurden. Es ging vor allem um den Einsatz des Dekontaminations-Mehrzweckfahrzeuges zur Beseitigung von längeren Ölspuren. Parallel wurde versucht, verstärkt in das Einsatzgeschehen eingebunden zu werden. Dies gelang Stück für Stück bei der Beseitigung von Ölspuren und sonstigen Verunreinigungen auf der Straße.

UmweltschutzeinheitIm Herbst 1991 hatte die Berufsfeuerwehr Wuppertal ein System zur Löschwasserrückhaltung angeschafft und den ABC-Dienst mit dieser Sonderaufgabe zum 1. Januar 1992 betraut. Mit Übernahme dieser neuen Aufgabe auf dem Gebiet des Umweltschutzes kam der Gedanke auf, dies auch im Namen der Einheit nach außen zu zeigen. Mit der Übernahme eines zum Gerätewagen Löschwasserrückhaltung (GW-LWR) umgebauten LF 8 am 5. Oktober 1993 erfolgte auch die Namenserweiterung in „Umweltschutzeinheit – ABC-Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal“.

An der Jahreshauptversammlung im Dezember 1993 wurde ein neuer Einheitsführer von den Kameraden gewählt, da Manfred Landau nach der erfolgreichen Umstrukturierung des ABC-Dienstes jüngeren Kameraden Platz machen wollte. Charles Hofer wurde zum Einheitsführer sowie Axel Rose und Dirk Romczykowski zu stellvertretenden Einheitsführern gewählt.

Die Amtsübergabe fand im Februar 1994 statt. Diese Feier war zugleich die Abschiedsfeier vom Standort „Am Brögel“, da dieses Gerätehaus durch die Auflösung der Löscheinheit Barmen aufgegeben werden sollte. Im April fand der Umzug von der „alten Wache“ zur Feuerwache 1 der Berufsfeuerwehr statt. Es sollte jedoch noch über ein Jahr dauern, bis dort die Räumlichkeiten entsprechend hergerichtet waren. Unser Domizil, das in der „letzten Ecke“ der Wache liegt, ist zu erreichen, indem man an den Mülltonnen vorbeigeht und die letzte Türe auf der rechten Seite öffnet. In dem Aufenthalts- und Büroraum ist ein Platzangebot von rund 1 m2 für jeden der 35 Mitglieder. Für theoretische Ausbildung wird seitdem der Wachabteilungsunterrichtsraum genutzt. Kurze Zeit später musste auch der Standort „Am Dornloh“ geräumt werde. Das dort eingelagerte Material des ABC-Zuges wurde zur „Otto-Hahn-Straße“ verlagert.

Die Zweiteilung der Einheit, wie sie vorher in Ausbildungsgruppe und Zug existierte, gab es seit Anfang der 90-er Jahre nicht mehr. Nur räumlich ist die Unterteilung noch vorhanden, da alle kommunalen Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände auf der Feuerwache 1 und die Bundesausstattung an der Otto-Hahn-Straße im Katastrophenschutzzentrum bereit stehen.